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Clubgeschichte


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Oberhalb der Lahn spielt man seit mittlerweile über 40 Jahren. Mit viel Freude am besonderen Sport ist im Laufe der Zeit eine wunderschöne Anlage entstanden. Dort, auf der Struth, kehrt jedes Jahr im April die Begeisterung zurück zum gemeinsamen Ballschlagen. Auf den Plätzen, der Terrasse und im Clubhaus treffen sich bis zum Beginn des nächsten Winters Leute zu verschiedenen, traditionellen oder spontanen Anlässen.

Unruhige überbrücken die Zeit zum folgenden April mit den Trainingsgelegenheiten in der nahen Schulhalle.



Der folgende Text zur Historie des Vereins stammt von Ursel und Günther Poppe und beschreibt die Geschicke von der Gründung 1980 bis zum Jubiläum 2005:


1980: Ein Start mit viel Elan



In der „Mönchshofschenke“ bei der Familie Künicke im Struther Weg hatten sich am 26.2.1980 insgesamt 37 Tennissympathisanten versammelt, 

um den Tennisclub Villmar zu gründen und sich als Gründungsmitglieder einzutragen. Aus dem Initiativ-Familienquartett Pfau, Poppe, Arend und Kunkel, 

das die ganze Sache angeleiert hatte, ging auch der erste Vorstand hervor, der durch Rainer Gramlich ergänzt wurde.


 


Woran man gerne zurück denkt


Die Lust am Tennisspielen war riesengroß und das beflügelte auch die sich anschließenden Aktivitäten. Zwar reichte es noch nicht zur eigenen Tennisanlage, 

aber dank Unterstützung des Kreises durfte ab Christi Himmelfahrt, also damals ab 14.5.1980, auf dem Schulgelände schon einmal vorab Tennis gespielt werden, 

auch in der Schulturnhalle mittwochs von 17 – 19 Uhr. Eine wunderschöne Zeit. Zwei provisorische Tennisplätze hinter der Turnhalle wurden von den engagierten 

Gründungsmitgliedern hergerichtet und los gings. Improvisationskunst dominierte das Geschehen. Die Netze mussten täglich auf- und abgebaut werden und wurden 

über Nacht in der Garage von Bodo Krämer in unmittelbarer Nachbarschaft eingelagert. Ein ausbetoniertes Regenfass diente als Platzwalze und jede Delle wurde 

mit Hingabe wieder ausgeglichen; auch die Kuhlen, die mit einer gewissen Regelmäßigkeit von den benachbarten Kaninchen mit ihren typischen Spuren verursacht wurden.


 


Kaffee und Kuchen oder eine Grillwurst mit Zubehör mussten nicht extra organisiert werden. Sie gehörten zur Ausrüstung genauso wie gut gebrauchte Schläger und Bälle, 

von denen einige das Hüpfen bereits fast aufgegeben hatten. Das Turnhallendach war, teilweise absichtlich, aber auch mangels entsprechender Spielkunst mit diesen 

„Gurken“ gesegnet.


 


Der „Müllersberg“ wurde zur Heimat


Während dieser schönen Zeit trieb es die Tennisverantwortlichen auf der Suche nach einem geeigneten Gelände für eine eigene Tennisanlage um. Man hatte die 

unterschiedlichsten Grundstücke im Visier, alle rund um den Sportplatz. Das eine war zu nahe am Wald, das andere zu nahe an den Wohnhäusern oder ein anderes nicht 

erschwinglich, bis dann mit Rat und Tat der Gemeinde der „Müllersberg“ entdeckt und konkret ins Auge gefasst wurde.


 


Bürgermeister Hubert Aumüller war samt seiner Mannschaft damals eine große Stütze. Er war es dann auch, der mit Pfarrer Meurer die beiden ersten Tennisplätze 

mit einem provisorischen „Clubheim“, das im Laufe seiner Geschichte viele intensive Ereignisse erleben sollte, am 6.9.1981 – also eineinhalb Jahre nach der Gründung 

- eröffnete. Und dieses kleine Clubhaus hatte es mit seiner gemütlichen Sitzecke und einer eigenen Küchenzeile in sich. Jeder, der was auf sich hielt, legte Hand an. 

Und so entstanden eine neue Dachkonstruktion mit überdachter Terrasse für die verregneten Tage, Fenster und Gardinen im bayerischen Landhausstil und Regenrinnen, 

die trotz fehlender Abflusssysteme das Ganze im Trocknen stehen ließen.

Jetzt konnte mit sehr viel Stolz auf eigener Anlage gespielt werden. Aber das reichte nicht aus, weil die Tennissaison naturgemäß auf ein halbes Jahr begrenzt ist. 

Also wurden zahlreiche andere und vor allem gemeinsame Aktivitäten ins Leben gerufen. Traditionell wurden Weihnachtsfeier, Winterwanderung, Faschingsball und Nachtturnier. 

Sie waren die verbindenden „Dauerbrenner“ für die kalte Jahreszeit.


 


Und sportlich wurde es hoch offiziell. Die ersten Vereinsmeisterschaften fanden statt, die mit Edith Bonk und Alfred Kullmann ihre ersten Sieger hatten. Der Sport nahm 

seinen selbstverständlichen Lauf und um in den Medenrunden entsprechend bestehen zu können, musste der Club sehr schnell mit einer Erweiterung seiner Anlage reagieren. 

Über teilweise großzügige Beitragsvorauszahlungen der Mitglieder konnte am ersten Juliwochenende 1983 schon der dritte Platz eröffnet werden. Er bedeutete eine 

wesentliche Voraussetzung für die Teilnahme mehrerer Mannschaften an den offiziellen Spielrunden.




 Veränderung an der Vereinsspitze


Mittendrin in der Aufwärtsentwicklung des TCV gab es eine Veränderung in der Vereinsspitze. Dieter Kahl löste Winfried Pfau in der Funktion des ersten Vorsitzenden ab. 

Unter seiner Führung kam es auch zu einem besonderen Glanzlicht in der Geschichte des TCV. Über 1000 Zuschauer drängten sich am 24.9.1986 um die Tennisanlage in Villmar, 

als die damaligen deutschen Daviscupspieler Michael Westphal und Wolfgang Popp zugunsten einer guten Sache einen sehenswerten Schaukampf bestritten. Auslöser war eine 

Initiative von Erwin Roth im Rahmen eines Wohltätigkeitsturniers der „Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Mukoviscidose“, die einen Erlös von 8000 DM einspielte 

und an der sich außerdem zahlreiche Spitzenspieler aus der heimischen Region beteiligten.


 


Die Jugend steht im Mittelpunkt


Ein gutes Beispiel hatten sich wohl die Jugendlichen des TCV genommen. 1987 trug die gute Jugendarbeit erste große Früchte, indem gleich drei Einzelkreismeisterschaften 

und der Gewinn eines Mannschaftstitels verzeichnet werden konnten. Die Jugendarbeit war es dann auch, in der beim TCV bis zum heutigen Tag deutliche Akzente gesetzt werden.



Längst konnte der geliebte Bauwagen nicht mehr alle Aktivitäten unter seinem Dach vereinen. Die Tennisfamilie war schnell und imposant gewachsen. Also wurde der Bau eines 

Clubhauses beschlossen. Schon im Sommer 1988 war Richtfest (Bild: Architekt und Zimmermann Wolfgang Müller sowie Baumeister Gerold Alban beim Richtspruch).



Überschattet wurde die Entwicklung durch den tragischen Tod von Dieter Kahl im Jahre 1989, zu dessen Ehren und Andenken ein auf 10 Jahre angelegtes Gedächtnisturnier für 

Jedermann jeweils zum Ende der Saison veranstaltet wurde. Der Charakter dieses Turniers entsprach in erster Linie auch seiner Auffassung des von ihm ausgeübten Ehrenamts, 

insbesondere seiner Zuwendung zur Jugendarbeit.


 


Der TCV öffnet sich immer mehr


Im gleichen Jahr organisiert der TCV erstmals das Villmarer Brunnenfest und bringt sich damit in einem weiteren Schritt in das gesellschaftliche Leben der Gemeinde ein. 

Für Dieter Kahl übernimmt im Februar 1990 Ulrich Menges den Vorsitz beim TCV. Gleichzeitig gehen immer mehr Tennisdamen in die Verantwortung um die Vereinsarbeit. 

Die zusätzlichen Talente der TCV-Herren werden durch den Gewinn des Fußballturniers der Villmarer Vereine zum 70. Geburtstag des Sportvereins deutlich. Ein Sieg, 

der in späteren Jahren nochmals wiederholt werden konnte.


 


Neues Clubhaus, neue Vereinsführung


Zwei Monate später, im August 1990, wird nach dreijähriger Bauzeit das mit großem Engagement einzelner Mitglieder errichtete Clubhaus unter der Schirmherrschaft des 

hessischen Umweltministers Karlheinz Weimar seiner Bestimmung übergeben. Gleichzeitig wurde ein Kreissenioren-Turnier veranstaltet, das eine 15jährige Geschichte 

nach sich ziehen sollte und dem TCV auf Kreisebene zu hoher Anerkennung verhalf.


 


Im März 1991 übernimmt Ursel Poppe, die bis dahin vielfältige Erfahrungen in unterschiedlichen Funktionen des Vereins gesammelt hatte, die Führung des Clubs. 

Ihr Vorstand ist paritätisch mit Damen und Herren besetzt und bildet eine gute Grundlage für die weitere kontinuierliche Vereinsarbeit. Unter ihrer Führung öffnet 

sich der TCV noch stärker nach außen. Erstes Indiz ist das traditionelle Bürgerturnier für die Villmarer Vereine, dessen erste Sieger die Spieler des 

Blasorchesters der Villmarer Feuerwehr waren und das sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.







Im Frühjahr 1991 wurde der so wichtige 4. Platz gebaut, ohne den die große Anzahl von Jugend- und Erwachsenenmannschaften nicht insgesamt hätte an den Start 

gehen können, was die sportliche Weiterentwicklung des Clubs erheblich gebremst hätte. Obwohl der Tennisboom in Deutschland etwas ausgebremst wirkt, geht es 

durch zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktivitäten immer weiter aufwärts und die Mitgliederzahl des TCV steigt auf ihren Höchststand von 258 Tennisbegeisterten.


 


Durch die traditionell bedingten Investitionen in die Jugendarbeit entstehen Sommerzeltlager und Jugendcamps auf Vereins- und Kreisebene auf der Tennisanlage 

in Villmar. Das sind wichtige Faktoren für Verbundenheit und Weiterentwicklung.



Die zwischenzeitlich aufgebauten Damen-Doppel-Spaß- und die gemischten Hobbyrunden, die insbesondere bei unseren „Tennisamateuren“ sehr beliebt sind, stärken 

den Verbund im Verein. Diese Art von Tennisbegegnungen unterstreicht, dass Tennis wirklich als Breitensport ein „Sport für alle“ geworden ist. Nicht das 

unbedingte Siegen wollen steht im Vordergrund, sondern vielmehr das „bewegende Gemeinschaftserlebnis“.

2002 waren die Verschleißerscheinungen auf der Tennisanlage so groß, dass die zuerst gebauten Tennisplätze einer aufwändigen Generalüberholung unterzogen werden 

mussten. Seitdem läuft das Regenwasser wieder besser ab und die witterungsbedingten Spielpausen können erheblich verkürzt werden.


 


Im Gleichschritt mit Tradition und Gemeinde


Die 950-Jahr-Feier der Gemeinde Villmar war auch für den TCV ein absoluter Höhepunkt. Auf den „ Markt im Flecken“, den großen Jubiläumsumzug und das 

vereinsübergreifende Sportfest hatte sich der Tennisclub intensiv vorbereitet, um entsprechende Akzente zu setzen. Allen Teilnehmern hat es großen Spaß gemacht. 


Der TCV hofft, dass die Wechselwirkung von gesellschaftlichem und sportlichem Zusammenleben auch in Zukunft Früchte trägt. Das würde bedeuten, dass gute Grundlagen 

für weitere große Jubiläen und den Fortbestand des Tennissports in Villmar geschaffen wären.


Um immer wieder neue sportliche und gesellschaftliche Events auf die Beine zu stellen, bedarf es immer wieder der Frauen und Männer, die dies ehrenamtlich für die 

gesamte Gemeinschaft übernehmen. Und dieses Ehrenamt lebt vom Idealismus, von einem Non-Profit-Gedanken und immer wieder neuen Ideen, die das Ganze zusammenhalten.



Gott sei Dank ist es dem TC Villmar bis heute gelungen, diese „stillen Stars“ mit großem Durchhaltevermögen zu finden. Leute, die gerne anderen eine Freude machen, 

indem sie sich außergewöhnlich für die Gemeinschaft einsetzen. Wichtig ist, dass eine solche Motivation und solches Engagement genauso wie die sportliche Leidenschaft 

auf die „Jungen“ überspringen, damit auch weiterhin der „Sport im Verein“ am schönsten ist und Gemeinschaftsgefühl und Solidarität auch in einer so genannten 

„Spaßgesellschaft“ ihren Wert nicht verlieren.



Wenn dann nach sportlichem Wettkampf die Akteure auf unserer Clubterrasse die Beine hoch legen und ein frisch gezapftes Bier oder einen süffigen Wein – vom 

vereinseigenen Thekendienst serviert - genießen, launige Gespräche stattfinden und man dann auch noch über dem Lahnhang die Sonne untergehen sieht, 

ist die Philosophie erfüllt, die wir seit 25 Jahren verfolgen.



Das war der Text von Ursel und Günther Poppe.



Nach dem Jubiläum führte Ursel Poppe noch weitere elf Jahre in sehr erfolgreicher Weise den Tennisclub. 2016 gab sie den Verein nach 25 Jahren in andere Hände. Seit diesem Jahr bildet sich der Vorstand aus fünf Gleichberechtigten. Zu Beginn des Jahres 2024 besteht der Verein aus etwa 200 Mitgliedern, davon sind ziemlich genau die Hälfte, 100 Leute, aktive Spieler. Aus dem Verein oder um den Verein gelingt es im Laufe der immer wieder, unterschiedlichsten Personen die Faszination des vielseitigen Tennisspiels nahezubringen.










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